Ist der Mensch gut?

Kategorie(n): Wahrheit  

Im vorigen Artikel haben wir gesehen, dass es absolute Wahrheit gibt, ja geben muss. Die Wahrheit kann den Unschuldigen freisetzen und den Schuldigen verurteilen. Wahrheit hat Konsequenzen. Wenn eine Sache wahr ist, ist ein andere Sache eine Lüge. Lügen sind oft viel bequemer. Sie sind einfach, und wir müssen uns nicht ändern.

Heute beschäftigen wir uns mit einer der größten Ausreden, warum Menschen sich nicht ändern wollen. Sie meinen, sie wären ohnehin "gut". Das wird besonders schnell sichtbar, wenn wir über die menschliche Natur sprechen. Viele von uns glauben, dass der Mensch an sich gut ist. Wäre es nicht wunderbar, wenn wir ganz automatisch immer das Richtige tun würden? Aber ist das die Realität? Stell Dir vor, wie so eine Welt ausschauen würde. Und dann ... vergleiche sie mit der Welt, in der wir leben!

Menschen mögen keine Konsequenzen. Mark Twain sagte einmal: "Eine Lüge kann um die halbe Welt reisen, während sich die Wahrheit noch die Schuhe anzieht." Lügen sind einfach zu leicht zu glauben.

Der Mensch ist gefallen

Kaum ein Blick in die Menschheitsgeschichte, ohne dass wir sehen, dass der Mensch böse ist. Ja, vieles von unserer Geschichte können wir gar nicht verstehen, wenn wir nicht erkannt haben, dass die menschliche Natur "gefallen" ist, wie die Bibel es ausdrückt - durch und durch korrupt.

Wenn ein Mensch auf die Welt kommt, ist er nicht von vorn herein "gut". Einem Baby muß man erst beibringen, ehrlich zu sein, nicht zu lügen, nicht zu stehlen. Das Gute ist ihm nicht angeboren. Unser Fleisch, unser eigenes Ich, will immer mehr und kann nie genug bekommen. Die Liebe Gottes hingegen denkt nicht in erster Linie an sich selbst. Die Liebe Gottes teilt aus und gibt sich anderen hin.

Durch Humanismus und Kommunismus (beide haben ihre Wurzeln in der Evolutions-Theorie) sind im 20. Jahrhundert mehr Menschen ermordet worden als in der ganzen Zeit davor. Der Kommunismus ist ein Rechtssystem ohne moralisches Rückgrat. Wir sehen die Wahrheit der Worte aus der Bibel sehr deutlich: "Alle haben gesündigt und ermangeln die Herrlichkeit Gottes." (Röm 3:23)

Wenn wir alle gut wären, bräuchten wir keine Gesetze und keine Regierung. Die Wahrheit ist, dass wir Menschen ganz generell keine Gesetze mögen. Wir wollen das tun, was wir tun wollen. Wir sind wie verwöhnte, unerzogene Kinder. Wenn wir alle gut sind, warum gibt es dann noch Richter? Warum schaffen wir nicht einfach die Gesetze ab, weil wir sie ja ohnehin nicht brauchen?

Relativismus

Das selbstsüchtige Denken der Menschen wird bei einem Beispiel gut offenbar: Wenn jemand stiehlt, sagen sie, "Es ist falsch." Wenn sie aber selber etwas tun wollen, was falsch ist, sagen sie, "Alles ist relativ." Der Relativismus betrügt die Menschen (die sich auch gerne betrügen lassen!), indem er ihnen vorspielt, sie wären frei zu tun, was sie wollen. Speziell auf religiöse Menschen trifft das in hohem Maß zu. Sie haben Ausreden und eine "Selbst-Rechtfertigung" für alles ...

Die meisten Menschen meinen, sie wären "gut", wenn und weil sie sich mit einem anderen Menschen vergleichen. Aber die wirkliche Frage ist: sind wir gut, verglichen mit Gott? Denn "gut" und "böse" können wir ohne Gott nicht finden. Gott ist gut. Ich weiß, dass ich böse bin, weil ich nicht gut bin, wie Gott es ist.

Eine Frage: Würdest Du für Dein Baby gerne einen Babysitter nehmen, der einfach nur tut, was in seinen eigenen Augen richtig ist? Würdest Du jemandem eine verantwortungsvolle Position oder Aufgabe übergeben, wenn er sagt "Ich kann lügen, wenn ich die richtigen Ausreden habe"? Würdest Du Deine Finanzen einem Menschen anvertrauen, der sagt: "Stehlen ist in Ordnung, wenn ich nicht erwischt werde"? Wir brauchen absolute Maßstäbe, absolute Wahrheit.

Durch die ganze Geschichte hindurch haben sich immer wieder die selben Werte und Prinzipien durchgesetzt. Diese lassen sich im Wesentlichen auf die jüdisch-christlichen Werte zurückführen. Das bekannteste Beispiel dafür sind die 10 Gebote. Unsere Gesellschaft basiert auf diesen Prinzipien und Geboten; auch unsere Regierungen, unser Rechtssystem, unsere Familien und unsere Beziehungen zueinander.

Frag die Menschen, ob sie glauben, dass sie gut sind. Die allermeisten werden "ja" sagen. Warum? Weil sie ihre eigene Gerechtigkeit aufbauen. Sie kennen die Gerechtigkeit des allmächtigen Gottes nicht, die aus Glauben ist und ewig dauert. "Wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet." (Röm 4:5) Baust Du Dir in Deinem Leben deine eigene Gerechtigkeit auf, die eines Tages wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzen wird? Oder verläßt du dich mit deinem ganzen Leben auf den Gott, der wirklich gut ist und der dich mit offenen Armen aufnimmt, wenn du nur mit ganzem Herzen zu ihm umkehrst und ihm nachfolgst?

Deine persönliche Entscheidung

Weil Gott uns Menschen freien Willen gegeben hat, tragen wir auch eine große Verantwortung. Aber um gute oder vollkommene Entscheidungen zu treffen, müssen wir selbst vollkommen sein. Nur ... davon sind wir Menschen weit entfernt. Unsere falschen Entscheidungen kommen aus einem inneren Konflikt, den jeder von uns mit sich trägt. Sollen wir das Gute tun, anderen helfen, sie lieben und höher als uns selbst achten? Oder sollen wir auf uns selbst schauen, zuerst an uns denken und ständig um uns selbst kreisen? Das nennt die Bibel Sünde. Weil wir diese "Krankheit" in uns tragen, schaut die Welt um uns herum so schlimm aus.

Unsere schlechten Entscheidungen haben Auswirkungen. Selbst wenn heute alle Raketen und Panzer verschwinden würden, würden die Menschen Steine aufheben, um gegeneinander zu kämpfen. Religion macht den Menschen nicht besser. Im Gegenteil, sie bindet ihn, macht ihn unfrei und bringt ihn dazu, gegen andere zu kämpfen. Die Lösung liegt nicht in äußerlichen Taten, die wir tun könnten. Sie kann auch nicht auf politischer oder auf sozialer Ebene gefunden werden. Die Lösung liegt innen: wir brauchen ein neues Herz. Das können wir aber nicht selber produzieren. Glaubst Du's nicht? Versuch einmal, 1 Woche lang nur das Gute zu tun und nichts Falsches. ... Wir können es nicht. ... Es ist wie bei einem Grab: außen mögen schöne Blumen blühen, aber innen ist alles voller Totengebeine.

Wir sind mit einem "Vakuum in unseren Herzen" auf die Welt gekommen, das nur Gott ausfüllen kann. Yeshua der Messias verspricht uns, dass er uns von innen heraus neu macht! Er heilt uns von unserer Krankheit und vergibt uns unsere Sünde. Er gibt uns neues Leben, Frieden im Herzen und überfließende Freude! Wenn wir Jesus in unser Leben aufnehmen (Joh 1:12), werden wir in der Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnen wird, ein Leben in der Heiligkeit, vollkommener Reinheit und selbstlosen Liebe Gottes leben können!

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