Geben ist seliger als Nehmen!

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Es gibt eine wunderbare Sache auf dieser Welt: den Leib aus gläubigen Menschen und wie sie einander helfen und unterstützen!

Gerade vor 2 Wochen erlebten wir den Höhepunkt einer finanziellen Krise, sowohl persönlich, als auch in unserem Dienst. Wir wußten nicht mehr weiter. Gerade in dieser Zeit hat Gott uns so eindrucksvoll geholfen - auf eine Art, wie er es schon so oft getan hatte: durch seinen Leib. Wir erhielten die finanzielle Unterstützung, die wir brauchten, um wieder atmen zu können, und noch mehr: so viel Liebe und Ermutigung von Brüdern und Schwestern. Wir waren ohne Worte. Jetzt können wir sagen, ähnlich wie Paulus zu den Philippern gesagt hatte. "Wir waren von Eurer Liebe und Eurer Hilfsbereitschaft überwältigt! Ihr seid ein Vorbild für alle Gläubigen." Wir sind so ermutigt! Jetzt können wir die Arbeit im Reich Gottes voller Freude weiterführen! Für alle, die geholfen haben: DANKE und möge der Herr dafür Segen im Überfluß über Euch ausgießen!

Wie Jesus sein!

Gottes Ziel in unserem Leben ist es, uns so zu machen, wie er ist. Das braucht eine tiefe Veränderung in uns. Einer der Punkte, wo der Herr uns verändern möchte, ist beim Geben. Er will uns aus egoistischen Menschen, die nur an sich denken und alles haben wollen, zu Menschen machen, die seinem Sohn ähnlich sind: die geben und geben, ohne zurückzuhalten. Die den Segen Gottes durch sich durchfließen lassen, anstatt ihn nur für sich zu behalten.

Jesus ähnlicher zu werden heisst, in Gottes Ebenbild verwandelt zu werden! Am allermeisten geht es in unserer Nachfolge darum, dass wir wie Jesus werden. Und beim Geben geht es darum, dass der Herr uns verwandelt, uns verändert und seinen Charakter in uns formt. Sein Charakter besteht darin, zu geben, zu geben und zu geben. Gott hält nichts Gutes zurück (Psalm 84:12). Er hat unendlich viel Gutes - und behält es nicht für sich, sondern teilt es mit uns. Er bringt so viel von seiner Güte in unser Leben! Genau so sollen wir das Gute, das wir von Gott empfangen haben, aktiv ins Leben anderer Menschen bringen.

Es ist herrlich, von Gott verändert und Jesus ähnlicher zu werden!

Der Herr gibt uns in seinem Wort ein wunderschönes Bild, wie wir als gläubige Menschen zusammenleben können. Jesus sagt: "Geben ist seliger als Nehmen!" (Apg 20:35) Die Liebe Gottes drückt sich im Geben aus. Der Vater selbst GAB seinen eingeborenen Sohn - aus Liebe zu dieser Welt. Wenn wir geben, wie er gibt, werden wir in sein Bild verwandelt.

In 2. Kor 8 + 9 lesen wir, wie Paulus im Namen des Herrn von vielen Gläubigen Geld einsammelt, um den Gläubigen, die in Judah lebten und arm waren, zu helfen. Er sprach nicht von einer Schande, weil sie arm waren. Nein, er sprach von der Liebe Gottes in Aktion, von ganz praktischer Hilfe. Das Bild, das Paulus hier zeichnet, ist wunderschön! Brüder und Schwestern im Herrn leben in Liebe miteinander, auch wenn sie viele tausend Kilometer auseinander wohnen. Die Liebe Gottes wird ganz praktisch sichtbar. Es erinnert mich an den Gemeinschaftssinn der Anfangszeit: "Die Menge der Gläubiggewordenen war ein Herz und eine Seele. Und kein einziger sagte, dass etwas von seinem Besitz sein eigen sei, sondern sie hatten alles gemeinsam." (Apg 4:32)

Es ist wunderbar, zu geben! Es macht uns so wie Jesus! :-)

Warum geben? Das Reich Gottes bauen!

Die Gläubigen aus Mazedonien WOLLTEN mitmachen! (2. Kor 8:4) Sie verstanden, dass es nicht ums Geld geht, das sie geben, sondern darum, in der Liebe des Herrn zu leben, den armen Brüdern in Judah zu helfen und gemeinsam Gottes Reich zu bauen! Sie verstanden, was Paulus sie lehrte: "Ein Ausgleich soll stattfinden" (2. Kor 8:14) - wie beim Manna. Dieses Mal hatten sie viel, andere wenig. Ein anderes Mal haben sie vielleicht wenig, und andere viel. So fließt der Segen in beide Richtungen, damit keiner Mangel leidet.

Wie ist es denn bei unserem Körper? Wenn wir an einer Stelle eine Wunde haben, handelt der Körper und bringt von anderen Teilen Hilfe, damit die Wunde geheilt wird. So ist es auch im Leib Christi, denn "wenn ein Glied leidet, leiden alle mit." (1. Kor 12:26) Und was wäre es für ein Zeugnis, wenn Gläubige nicht helfen würden? So aber verherrlichen sie Gott durch ihre Unterstützung! Und der Dank von vielen steigt zu Gott auf.

Unser Geld gehört nicht uns. Es gehört dem Herrn, wir sind nur Verwalter. Wie verwendest Du das Geld, das der Herr Dir anvertraut hat? Gib es und verwende es, um sein Reich zu bauen! Wir erkennen: es geht dabei nicht um "Geld" an sich - sondern darum, Gottes Reich zu bauen. Miteinander. Der eine gibt Geld, der andere predigt. Der eine gibt Ressourcen, der andere gibt seine Zeit. Der eine öffnet sein Haus, der andere ladet ein. Und alle gemeinsam beten. Ein Beispiel: als Teil meines Dienstes biete ich Bibel-Seminare an. Aber ich tue das nicht, weil ich Geld verdienen will. Obwohl wir es sehr dringend brauchen. Aber das ist nicht meine Motivation. Sondern ich tue es, weil ich das Reich Gottes bauen will!

Der Grundsatz: 2. Kor 9:6 "Und das bedenkt: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten."
Die Verheißung: 2. Kor 9:10-11 "Und Er, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, der wird auch euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, damit ihr an allem reich werdet zu aller Gebefreudigkeit, welche durch uns Dank gegen Gott bewirkt."
Das Ziel: 2. Kor 9:15 "Und Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!"

Wie geben?

(a) Freiwillig geben (2. Kor 9:7) Das Geben ist eine Sache zwischen Dir und dem Herrn. Laß Dich daher einerseits nicht von anderen unter Druck bringen, wann und wieviel Du geben sollst. Verdränge andererseits dieses Thema aber auch nicht. Gott möchte in Dir arbeiten und Dich zu einem Menschen machen, der erkannt hat, worum es beim Geben geht; und der deshalb gerne und freiwillig gibt. "Wer geben kann, ist frei!" Wer zurückhält, hängt an materiellen Dingen oder Sorgen. Wer geben kann, ist davon frei. Der Herr will uns innere Freiheit geben, sodass wir freigebig werden.

(b) Fröhlich geben (2. Kor 9:7) Es ist eine FREUDE, zu geben, weil Gott es auch so tut. Der Vater gab uns Jesus mit Freude! Jesus kam mit Freude zu uns, weil er auf das Ziel schaute. "Nach der Mühsal seiner Seele wird er Licht sehen und sich sättigen. Durch sein Leiden wird mein Knecht viele rechtfertigen, indem er ihr Verschulden auf sich nimmt. Darum will ich ihm die Vielen als Anteil geben ..." (Jes 53:11-12) Jesus gab sein Leben mit Freuden hin, weil er vorausschauend schon die Erlösten sah! Und er selbst sagt uns: "Arme habt ihr ja allezeit unter euch, und ihr könnt ihnen Gutes tun." Wir können lernen, mit Freuden zu geben, weil es das Herz Gottes zeigt! :-)

(c) Geben nach dem, was einer hat, nicht nach dem, was einer nicht hat (2. Kor 8:3.12, beide Verse!) Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du wenig hast und daher nur wenig geben kannst. Es kommt in erster Linie nicht darauf an, wieviel Du gibst, sondern, mit welchem Herzen Du gibst. So pries der Messias die arme Witwe, weil sie nicht "aus ihrem Überfluß" einwarf, sondern "alles einwarf, was sie zum Leben hatte" (Luk 21:1-4). Wir denken oft: wenn ich viel Geld habe, werde ich viel spenden! Aber Gott interessiert sich für die 5 Euro in Deiner Tasche. Ihn interessiert Dein Herz viel mehr als mehrere Millionen.

(d) Mit Vertrauen geben. (Psalm 23:1) Der Herr ist unser Versorger. Also werden wir immer genug haben. Die einzige Stelle in der ganzen Bibel, wo Gott sagt, dass wir ihn auf die Probe stellen dürfen, hat mit Geld zu tun: "Mit dem Fluch seid ihr beladen, und doch betrügt ihr mich, das ganze Volk. Bringt Zehnten und Abgaben ganz in das Schatzhaus, auf daß Vorrat in meinem Haus sei, und versucht es auf diese Weise mit mir, spricht Jahwe Zevaot, ob ich euch nicht die Schleusen des Himmels öffne und Segen im Überfluß über euch ausgieße." (Mal 3:9-10) Gottes wunderbare Verheißung hier ist: wenn wir im Gehorsam ihm gegenüber geben, wird er "uns die Schleusen des Himmel öffnen und Segen im Überfluß über uns ausgießen"!

Vor einigen Jahren habe ich einen Freund auf einer Autobahn-Raststation getroffen. Als wir an der Kassa stehen und ich für uns beide zahle, sagt er zu mir: "Schau, er holt sich einen Segen." :-) Das ist die richtige Sichtweise! Nicht zu denken "Ich verliere Geld!", sondern "Ich lebe im Segen!" Wir geben, weil wir wissen, dass unser Vater im Himmel reich ist, und uns Segen zurückgeben wird, wenn wir das richtige Herz haben. Um es noch deutlicher zu sagen: wir geben nicht, DAMIT wir etwas zurückbekommen. Das wäre egoistisch. Gott bewahre uns davor, weltliche Prinzipien und Strategien in das Reich Gottes übertragen zu wollen. Sondern wir geben, weil wir das Herz Gottes in uns haben, weil wir so handeln wollen wie er und weil wir selbst im Segen Gottes leben. Wir geben im vollen Vertrauen auf den Herrn, ohne Sorgen, dass wir selbst zu wenig haben.

(e) Geben, ohne etwas zurück zu erwarten. So lehrt uns Jesus im Gleichnis vom Gastmahl: "Und er [Yeshua] sagte auch zu dem, der ihn eingeladen hatte: Wenn Du ein Mittagessen oder Abendessen machst, dann lade nicht Deine Freunde, noch Deine Brüder, noch Verwandte, noch reiche Nachbarn ein, damit nicht etwa auch sie Dich wieder einladen und es Dir vergelten. Nein, wenn Du ein Gastmahl gibst, so lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein, und Du wirst gesegnet sein, weil sie nicht imstande sind, es Dir zu vergelten; denn es wird Dir bei der Auferstehung der Gerechten vergolten werden." (Luk 14:12-14)

Gib und vertrau dem Herrn. Es geht nicht um Geld, es geht um den Segen, der dadurch in unser Leben kommt; und es geht - noch viel mehr - um unser Herz, das wunderbar verändert wird.

"Ein Weg darüber hinaus"

Der Herr gibt uns nicht nur materielle Dinge. Er gibt uns in erster Linie SICH SELBST (Gal 2:20, Eph 5:25, Tit 2:14). Der Herr hilft uns nicht nur in unserem Mangel. Er hat SICH an uns hingegeben. Er hat seine Seele hingeopert, bis zu seinem Blut. Er hat sich selbst in tiefster Hingabe für immer an uns gegeben. So sollen auch wir den Brüdern gegenüber tun (Apg 15:26, 2. Kor 8:5).

Und dass es Gott beim Geben in erster Linie um Brüder im Herrn geht, wird aus vielen Stellen deutlich:

"Wenn aber ein Armer bei dir ist, irgend einer deiner Brüder in irgend einer Stadt in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhärten noch deine Hand vor deinem armen Bruder verschließen." (Deut 15:7)

"So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an jedermann Gutes tun, allermeist an den Glaubensgenossen." (Gal 6:10)

"Wenn ein Bruder oder eine Schwester Kleidung und tägliche Nahrung entbehrt, und jemand von euch zu ihnen sagen würde: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch! ihr gebt ihnen aber nicht, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was nützt es?" (Jak 2:15-16)

"Wer aber die Güter der Welt hat und seinen Bruder Mangel leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?" (1. Joh 3:17)

Wir brauchen eine ganz tiefe Hingabe an einander. Wissend, dass wir zusammen gehören; egal, wo wir wohnen. Wir müssen über die eigene Gruppe oder Gemeinde hinwegschauen. Denn wir sind weltweit: EIN Leib. So pries Paulus die Mazedonier den Korinthern gegenüber. Und in diesen Versen kommt das Herz Gottes so richtig schön heraus: Gottes Gnade wirkt, Gottes Liebe in den Herzen, die Frucht davon ist freimütiges Geben mit Freude! "Und wir tun euch, ihr Brüder, die Gnade Gottes kund, welche den Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist. Denn trotz vieler Trübsalsproben hat ihre überfließende Freude und ihre so tiefe Armut den Reichtum ihrer Gebefreudigkeit zutage gefördert. Denn nach Vermögen, ja ich bezeuge es, über ihr Vermögen waren sie bereitwillig und baten uns mit vielem Zureden um die Gnade, an dem Dienst für die Heiligen teilnehmen zu dürfen, und nicht nur, wie wir es erhofften, sondern sich selbst gaben sie hin, zuerst dem Herrn und dann uns, durch den Willen Gottes." (2. Kor 8:1-5)

Durch unser Geben soll die Gnade Gottes fließen und die Liebe Gottes ganz praktisch sichtbar werden!

Und wenn ich euch bitte, unseren Dienst regelmäßig zu unterstützen, so kann ich wie Paulus sprechen: "Nicht als ob ich die Gabe suchte, sondern ich suche den Gewinn, der euch daraus gutgeschrieben wird." (Phil 4:17) Unser Dienst besteht aus Yeshua.at, wo ich Artikel, Ermutigungen, Videos und mehr veröffentliche. Wir veranstalten Seminare. Manchmal predige ich in einem Hauskreis oder in einer Gemeinde. Ich schreibe Bücher. All das, um den Leib Christi im Herrn zu stärken und durch das Wort Gottes auf ein gesundes und festes Fundament zu stellen. Auch meine Frau hat ein Buch mit Andachten veröffentlicht. Und sie bereitet gerade eine Lobpreis-CD vor. Unser Ziel ist, dass wir alle zu einer tieferen Liebesbeziehung zu Jesus kommen.

Das ist Gottes Wille für uns, dass wir so werden wie er ist. Möge der Herr uns zu Menschen machen, die freiwillig, mit Freuden, im Vertrauen, und ohne Erwartung geben. Wo es für uns so normal ist, dass "die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut." (Matt 6:3-4)

Yeshua.at ist ein Dienst zum Aufbau des Leibes Christi (Eph 4:11-16). Wir veröffentlichen Artikel und Videos und veranstalten Vorträge und Seminare. Wir suchen Spender, die uns monatlich finanziell unterstützen!
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