"Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich gebe mein Leben für die Schafe hin." (Joh 10:14-15)




Freiheit von religiösen Geistern

Kategorie(n): Bibel   Wahrheit  

Gottes Wille für uns ist eine gesunde Beziehung zu ihm: stark, wunderschön und erfüllend, und gesunde Beziehungen zu anderen Menschen. Sein Leben soll in uns pulsieren! Religiöse Geister sind feindliche Mächte, die in unserem Leben aktiv gegen eine gesunde, persönliche Beziehung zum Herrn stehen. Sie führen Krieg: in UNSEREM Leben, gegen UNSERE Beziehung zum Herrn und zu anderen - und gegen Sein Leben in uns. Sie wollen uns in Knechtschaft und in Unfreiheit bringen und die Gnade Gottes in unserem Leben unwirksam machen. Sie geben sich den Anschein, als wären sie von Gott, sind es aber nicht. Wo diese feindlichen Mächte durch Menschen wirken, ist es schnell offenbar: religiöse Menschen bekämpfen andere. "Gute" Beispiele in der Bibel für religiöse Mächte, die durch Menschen wirken, sind die Pharisäer. Aber bevor wir gleich mit dem Finger auf andere zeigen, lasst uns daran denken, dass in jedem von uns ein kleiner Pharisäer wohnt. Was sind die Anzeichen dafür, dass ein religiöser Geist am Wirken ist? Welche schlechte Frucht zeigt sich? Und wie können wir einen religiösen Geist in unserem Leben überwinden und frei sein?

GEISTLICHER STOLZ UND SELBSTGERECHTIGKEIT

Luk 7:29-30, Joh 15:5

Die Grundlage ist Stolz. Der religiöse Stolz im Leben eines Menschen zeigt sich z. B. durch ein Empfinden, dass wir näher bei Gott sind als andere; dass unser Dienst im Reich Gottes wichtiger oder geistlicher als andere Dienste wäre. Dabei vergleichen wir uns mit anderen, die wir für weniger geistlich halten. Der Stolz zeigt sich, wenn es um eigene Leistungen oder Opfer, die wir bringen, geht. Religiöser Stolz ist sehr stark mit UNSICHERHEIT verbunden. Wir tun dann Dinge, um von Menschen gesehen und hochgehoben zu werden. Wir suchen bei Menschen nach Annahme, anstatt sie vom Vater zu bekommen und darin zu leben.

Selbstgerechtigkeit ist damit eng verbunden. Sie drückt sich sehr stark in PERFEKTIONISMUS aus. Ironischerweise wird der Perfektionismus von religiösen Menschen als etwas Gutes angesehen! Aber obwohl wir danach streben sollen, richtig zu leben (=nach dem Wort Gottes), versucht der Perfektionismus alles in eigener Kraft - und ist fest davon überzeugt, es auch zu schaffen. Er pocht dann auf seine eigenen Werke und Leistungen. Wer sich selber als besser sieht, muss dauernd argumentieren, wie gut er angeblich ist. Er fühlt sich aus den falschen Gründen vor Gott gerecht: weil er mehr betet, mehr in der Bibel liest, mehr in die Gemeinde geht. Wenn es Probleme gibt, sind immer die anderen Schuld. Sie selbst seien "ohne Sünde".

WERKE STATT GNADE

Luk 7:29-30; Matt 21:32; Gal 5:4; Mark 2:5-7

Religiöser Stolz steht gegen die Gnade Gottes. Römer 8:7 sagt: "Das Trachten des Fleisches ist ja Feindseligkeit gegen Gott; denn es ordnet sich dem Gesetz Gottes nicht unter, kann es gar nicht." Selbstgerechtigkeit und Gnade sind keine Freunde. Statt Demut ist oft sehr versteckter geistlicher Stolz da.

Daher muss ein anderes Mittel her, um "gerecht" zu wirken: eigene "gute Taten". Die Errettung wird durch eigene Werke gesucht. Dabei sollen unsere Schuldgefühle überdeckt werden. Scheinheiligkeit und eine starke Betonung auf rein menschliche Traditionen, Rituale oder spezielle Regeln - statt der klaren Lehre der Bibel - sind dann die Folge davon. Es ist eine ungesunde Gesetzlichkeit, die Errettung durch Werke sucht. (Gesetzlichkeit bedeutet nicht, nach dem Gesetz Gottes leben zu wollen - denn das ist richtig und gut! Es bedeutet, sich auf Werke statt auf die Gnade Gottes zu verlassen.)

KEIN ERBARMEN

So war eine zentrale Aussage von Jesus über die Pharisäer (=religiöse Menschen): "Erbarmen will ich, nicht Opfer." (Hos 6:6, Matt 9:13). Wo wir geistlichen Stolz in uns tragen, haben wir selten bis nie echtes Erbarmen mit anderen Menschen. Wir verurteilen sie, wenn sie sündigen. Wir können nicht verstehen, "wie sie das tun konnten". Wir schauen auf sie herab, wo sie schwach sind. Wir haben kein wirkliches Herz für die Armen oder für die Nöte anderer. Dann versuchen wir, unser eigenes Fehlverhalten mit Bibelversen zu rechtfertigen. Aber das Wort des Herrn über Erbarmen wird dadurch nur noch gewichtiger.

RICHTEN, ANKLAGEN, VERURTEILEN

Luk 18:9-14, Luk 5:30, Luk 7:39, Matt 23:23-33, Joh 8:3-11

Religiöse Geister lieben es, zu verurteilen, anzuklagen und hinunter zu ziehen. Erbarmen und Vergebung interessiert sie nicht. Ein Mensch, der etwas Falsches gemacht hat, soll dafür büßen. Die Folge ist, immer auf das Negative ausgerichtet zu sein (das betrifft bei religiösen Menschen auch ihr eigenes Leben!). An jedem hat man etwas auszusetzen und herum zu nörgeln. Ständig wird versucht, andere auszurichten. Dabei ist die Verblendung so groß, dass man meint, Gott habe einen gesandt, um den anderen auf seine Fehler aufmerksam zu machen!

Ein religiöser Geist richtet. Während es in manchen Situationen angebracht sein kann, jemand anderen liebevoll auf einen Fehler hinzuweisen, kritisiert ein religiöser Geist übermäßig und mit Härte. Er verurteilt den anderen und läßt ihm keinen Ausweg, durch Buße Gnade zu empfangen. VERACHTUNG ist das richtige Wort.

Jesus sprach darüber klare Worte: "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird euch gemessen werden. Und was siehst Du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: 'Laß mich den Splitter aus deinem Auge wegnehmen', und dabei ist der Balken in deinem Auge? Heuchler, nimm zuerst den Balken aus deinem Auge. Dann magst du sehen, wie du den Splitter aus dem Auge deines Bruders wegnimmst." (Matt 7:1-5) Jesus nennt es

HEUCHELEI

In Matthäus 23, wo Jesus mit den religiösen Pharisäern abrechnet, sagt der Herr SIEBEN MAL "Heuchler" zu ihnen. Sie sagen etwas, tun aber nicht. Sie drücken andere, etwas zu tun - und tun es selber nicht. Sie kritisieren andere, haben aber selber noch mehr Dreck am Stecken. Sie haben kein ehrliches Herz vor Gott. Sie sind nicht offen, etwas zu lernen. Sie lassen sich nicht korrigieren!

VERSCHIEDENE BLOCKADEN

Ein religiöser Geist will unsere Beziehung zum Herrn blockieren. Er arbeitet durch Unglauben, Zweifel und Verwirrung. Übermäßige Schuldgefühle sollen dazu führen, dass ein Mensch "für Gott arbeiten" will, um seine Schuld abzubezahlen und angenommen zu sein. Ein religiöser Geist gibt einem Menschen das Gefühl, nie gut genug zu sein. Das führt nicht selten dazu, dass derjenige versucht, "es wieder gut zu machen", anstatt darin zu ruhen, dass Jesus am Kreuz schon alle Schuld bezahlt hat. Luke 18:9-14

Sehr große Faktoren sind auch

ANGST UND UNSICHERHEIT

Am stärksten ist die Angst, nicht erlöst zu sein oder die Erlösung zu verlieren. Im Gegensatz zur Gottes-Furcht gibt es Ängste vor Gott. Ängste, nicht gut genug zu sein. Angst vor Versagen. Angst, Fehler zu machen. Angst vor Menschen und ihren Meinungen über uns: MENSCHENFURCHT. Alles das kann dann dazu führen, dass wir etwas leisten wollen. Statt dessen sollen wir uns ganz auf die Gnade Gottes verlassen.

KEINE KRAFT, KEIN LEBEN GOTTES

Religiöse Menschen lieben religiöse Macht, aber nicht die Kraft des Heiligen Geistes (2 Tim 3:5). Die Bibel gibt uns hier eine sehr deutliche Warnung: "und solche Menschen sollst Du verachten" - Nehmen wir es uns zu Herzen! Die Folge: Blindheit dem Wirken Gottes gegenüber; in eigenen Leben, im Leben anderer.

GELDGIERIG

Denn Jesus sagt: entweder dienst du Gott oder dem Geld. (Matt 6:24) Und die Schriften nennen sie "die geldgierigen Pharisäer". "Die Liebe zum Geld ist eine Wurzel allen Übels." (1. Tim 6:10) Schließlich hat der religiöse Gesit in den Pharisäern den Verräter von Jesus mit Geld bezahlt.

EXTREME STURHEIT

Oberstes Gebot: Ich will meinen Willen durchsetzen. Große Unflexibilität.

Was sind einige der Zeichen, wie wir religiöse Geister erkennen können?

(Nicht jeder, der mit diesen Dingen kämpft, hat einen religiösen Geist. Aber religiöse Geister manifestieren sich durch diese Dinge.)

  • (o) Stolz
  • Religiöser, geistlicher Stolz
  • sich mit anderen vergleichen, die angelich weniger geistlich sind
  • sich selber besser als andere zu sehen
  • Selbstgerechtigkeit
  • Dinge tun, um von Menschen gesehen zu werden
  • Perfektionismus
  • Stolz über eigene Opfer oder Leistungen
  • Das Gefühl, besser als andere zu sein
  • "Ich habe immer Recht und alle anderen liegen falsch."
  • Unabhängig von Gott sein zu wollen
  • Intoleranz (nicht falsche Toleranz!)
  • Gesetzlichkeit
  • Keine Gnade für andere Menschen
  • nicht vergeben können oder wollen
  • Wenig oder kein Anliegen der Nöte anderer
  • Heuchelei
  •  
  • Liebe zu religiöser Macht, aber nicht der Kraft des Heiligen Geistes
  • Blindheit dem Wirken Gottes gegenüber (im eigenen Leben, im Leben anderer)
  • Eifersucht und Neid
  • Menschen verachten
  •  
  • Schlechten Früchte:
  • Unglaube (Blockade oder Unfähigkeit zu glauben)
  • Zweifel
  • Verwirrung
  • Falsche Lehre
  • Spaltung (wobei manche Trennungen vom Herrn sind, wie etwa, wenn es falsche Lehre(r) gibt!)
  •  
  • (o) Falsche Enge
  • Rechthaberei
  • Ständiges Argumentieren und/oder streiten
  • Extreme Kleinlichkeit und Engstirnigkeit, und dauernde Kämpfe deswegen ("nur so muss es sein", "nur so darf ein Christ leben")
  • Falsche Heiligkeit, Scheinheiligkeit
  •  
  • (o) Angst und Unsicherheit
  • Menschenfurcht
  • Das Gefühl, nie gut genug zu sein ("Egal, was ich tue, es ist nie gut genug")
  • Übermäßige Schuldgefühle
  • Ungesunde Angst vor Gott
  • Akzeptanz und Wertschätzung (nur) von Menschen suchen, nicht bei Gott
  • Angst, die Erlösung zu verlieren
  • Errettung durch Werke allein
  • Schwierigkeiten, die Vergebung Gottes anzunehmen, zu stolz / unsicher
  • Werke tun, um unsere Schuldgefühle zu überwinden
  • Fokussieren auf Äußerliches
  •  
  • (o) Negativ
  • Richten
  • immer auf das Negative ausgerichtet sein
  • Übermäßige Kritik (an sich selbst, an anderen)
  • immer versuchen, andere Menschen auszurichten oder zu "verbessern" (noch dazu, zu glauben, Gott habe mich dazu gesandt)
  • Verurteilung, von sich selbst und von anderen
  • Andere verachten
  • verurteilen und verdammen statt vergeben

Alle diese Dinge zerstören.

Ich habe oft in meinem Leben bemerkt: wenn ich über einen anderen Menschen wütend werde, weil er etwas Falsches tut, ist es nicht selten so, dass ich genau das Gleiche tue!

Liebe Brüder und Schwestern, wir MÜSSEN darüber Buße tun.

Wie wir frei werden können

Möge der Herr jedem einzelnen von uns die Augen öffnen, dass wir erkennen, wo religiöse Geister in UNSEREM Leben aktiv sind. Was sollen wir tun, wenn wir selbst von religiösen Geistern geplagt sind oder von ihnen durch andere Menschen tief verletzt worden sind? Oft, wenn und weil wir tief verletzt sind, schreien wir nach "Rache!" und "Gericht!". "Als mein Herz verbittert war und es mir in den Nieren weh tat, da war ich dumm und verstand nichts; ich benahm mich wie ein Vieh gegen dich." (Psalm 73:21-22) Doch es muß nicht so bleiben. Wir können überwinden:

DIE LÖSUNG - DIE LIEBE DES VATERS! :-)

Die Antwort, wie wir jeden religiösen Geist in unserem Leben überwinden, ist die Liebe des Vaters. Eine enge, persönliche Beziehung zu Ihm, voller Vertrauen und Glauben. In unserem Vater im Himmel finden wir alle Liebe, alle Geborgenheit und alle Wertschätzung, die wir brauchen. Bei unserem Vater im Himmel sind wir vollkommen angenommen. Er hat uns in Jesus alle Schuld vergeben - für immer! Jesus befreit uns von jeder Angst. Und der Herr erfüllt uns mit Seinem Heiligen Geist, mit Seinem Leben! Jesus befreit uns davon und sagt uns, dass er uns würdig gemacht hat (siehe die wunderschöne Verheißung für Überwinder in Off 3:4!). Jesus hat den Preis für alle unsere Sünden bezahlt. Die Bibel sagt: "Wer sich fürchtet, ist in der Liebe nicht vollendet." (1. Joh 4:18) Wenn wir unter Ängsten leiden, ist die Lösung, zum Vater zu kommen und seine Liebe zu empfangen. "Vollkommene Liebe treibt die Furcht aus." (1. Joh 4:18) Die vollkommene Liebe des Vater zu uns wird alle Ängste aus unserem Leben nehmen!

Konkret ist die Lösung immer, im entgegengesetzten Geist zu handeln. Beispiele sind: Religiöser Stolz -> Demut. Selbstgerechtigkeit -> das Blut von Jesus genügt, allein durch Gnade sind wir errettet. Angst -> Die Liebe des Vaters. richten, verurteilen, anklagen -> ein weiches, reines Herz! Wenn wir verletzt worden sind, erinnern wir uns daran, wie wir selber Erbarmen und Vergebung bekommen haben. In einem einfachen Gebet können wir: 1. Jesus als Herrn und Erlöser bekennen 2. Buße tun 3. Vergeben (sich selbst und anderen) 4. Um Freiheit und Heilung bitten (für mich und andere) 5. Mit der Gnade des Herrn richtig weiterleben. Wenn du dich betroffen siehst, dass du in einem religiösen Geist lebst oder von ihm angegriffen bist, kannst du dieses Gebet IM GLAUBEN beten (natürlich mit noch viel mehr Details und konkreten Punkten):

"Vater, ich komme im Namen von Jesus zu Dir. Danke, dass Du mich liebst. Danke, dass Jesus für alle meine Sünden am Kreuz bezahlt hat. Danke, dass Du mir alle Schuld vergeben hast. Danke, dass ich in Jesus vollkommen angenommen bin. Danke, dass das, was Jesus am Kreuz für mich getan hat, vollkommen ist.

Ich vergebe meinen Vorfahren, wo sie in einem religiösen Geist gelebt haben. Ich vergebe allen religiösen Menschen, die einen Einfluß in meinem Leben gehabt haben oder immer noch haben. Ich lasse alle diese Menschen vollkommen an Dich los und bitte Dich auch für sie, dass Du sie frei machst.

Ich tue überall dort Buße, wo ich in meinem Leben eine Türe zu einem religiösen Geist aufgemacht habe. Ich lade Dich ein, der Herr über alle meine Lebensbereiche zu sein. Ich sage mich im Namen von Jesus von jedem religiösen Geist los. Ich bitte Dich um Deine Freiheit und um Dein Leben im Heiligen Geist. Sei meine Kraft. Bitte bewahre mich vor dem Bösen. Danke für Deine Gnade! Bitte hilf mir zu überwinden und vor Dir ein reines Leben zu leben.

Ich danke Dir!"

Martin Treml (24. 5. 2018, 16:18)

Ein sehr guter Artikel, der es auf den Punkt bringt. Danke, und weiterhin Gottes Segen.


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