Die 7 Feste des Herrn (2)

Kategorie(n): Israel   Bibel  

Im letzten Artikel haben wir angefangen, die 7 "Feste des HERRN" näher anzuschauen. Pessach, oder das Passah-Fest, war ein wunderbares Bild auf Jesus, den Messias. Heute setzen wir mit den Festen der "Ungesäuerten Brote" und dem der "Erstlingsfrüchte" fort.

Ungesäuerte Brote

Dieses Fest schließt gleich an Pessach an. Es beginnt am 15. Nissan und dauert 7 Tage. Am ersten und letzten Tag darf keine Arbeit verrichtet werden. Oft werden mit dem Begriff "Pessach" alle 8 Tage gemeint, streng genommen ist Pessach aber nur der 1. Tag, dann kommen die 7 Tage der ungesäuerten Brote.

Erstlingsfrüchte

Es diente dazu, vor Gott "wohlgefällig zu werden" (Lev 23:11). Yeshua der Messias bekam von seinem Vater im Himmel die laut ausgesprochene und öffentliche Zusage, dass er "wohlgefällig ist" (Matt 3:17). Wir, die wir an ihn glauben und mit ihm leben, sind "in dem Geliebten begnadigt [oder: akzeptiert]" (Eph 1:6). Yeshua hat mit seiner Auferstehung von den Toten auch das Fest der Erstlingsfrüchte erfüllt. Im jüdischen Jahr markiert es den Beginn der (Gersten-)Ernte. Von da an werden 50 Tage gezählt, bis Shavuot, das Wochenfest oder Pfingsten da ist.

Jesus kam als Mensch in diese Welt. Er war der Erstgeborene seiner Mutter Miriam. Er war der "letzte Adam", also der Letzte von dieser "alten" Schöpfung. Mit seiner Auferstehung wurde er aber auch zum Erstgeborenen der "neuen" Schöpfung. Er ist ein Beispiel für uns, die Gläubigen, wie wir einmal sein werden (1. Joh 3:2)!

Vollkommen rein!

Weil Sauerteig in der Bibel ein Symbol für Sünde ist, können wir in diesem Fest drei Dinge erkennen:

1. Yeshua der Messias war vollkommen ohne Sünde. Er war das Lamm ohne Fehl und Makel. Durch sein reines Leben hat Jesus dieses Fest in prophetischer Weise erfüllt. Sein Leben hier auf der Erde war "ungesäuert": sündlos, heilig, makellos.

2. Genauso will er auch seine Braut zubereiten: Epheser 5:25-27 sagt uns, dass Jesus "seine Gemeinde geliebt hat und sich für sie hingegeben hat." Das tat er nicht nur durch sein Opfer am Kreuz. Sein ganzes Leben war ein Ausdruck der Liebe und der vollkommenen Hingabe an uns.

Weiter lesen wir in dieser Stelle, dass Jesus uns heiligen will. Heiligen bedeutet absondern, fern von dieser sündigen Welt, weit weg von Kompromissen, ganz nah bei ihm. Der Vater im Himmel sehnt sich nach einer Liebesbeziehung zu uns. Weil Gott Licht ist und es keine Finsternis in ihm gibt, müssen wir Sünde überwinden, um mit ihm und miteinander Gemeinschaft zu haben.

"Wenn wir behaupten, wir hätten mit ihm Gemeinschaft, und in der Finsternis wandeln, dann lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er selber im Licht ist, dann haben wir miteinander Gemeinschaft, und das Blut von Jesus, seinem Sohn, reinigt uns von aller Sünde." (1. Joh 1:6-7)

Wie heiligt Jesus uns? Wieder gibt die Stelle im Epheserbrief die Antwort: "Im Wasserbad durch das Wort". So wie unser Körper gereinigt wird, wenn wir baden, reinigt uns das Wort Gottes geistlich. Dazu müssen wir es nicht nur lesen, sondern "in uns aufnehmen". Wie Hesekiel und Johannes müssen wir "die Schriftrolle essen", und verdauen, damit sie ein Teil von uns wird.

Ohne Sauerteig

Ich soll ein ungesäuertes Brot sein. Wie kann ich das sein? Jesus sagt: "Komm zu mir." (Matt 11:28) Ich komme zum Herrn, ich esse von ihm. Ich "esse sein Fleisch und trinke sein Blut" (Joh 6:54). Ich habe mit ihm Gemeinschaft. Ich werde satt. So richtig erfüllt, zufrieden! Jesus sagt: "Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen." (Joh 4:34) Gottes Willen zu tun erfüllt uns. Es ist mehr als ein voller Bauch, es ist ein erfüllter Geist, und dadurch ein erfülltes Leben.

Wie herrlich ist es, dem Herrn nahe zu sein! Jesus persönlich zu begegnen! Mit Jesus zu sein. Seine Stimme zu hören. Zu gehorchen. Von ihm zu lernen. Wie er zu werden, zu handeln, zu denken. Gottes Herrlichkeit zu erleben. Seine Kraft zu sehen, wie er mich von einem sündigen, um sich kreisenden Menschen in einen Diener verwandelt, der andere segnet. In einen Menschen, der gibt, ohne etwas zurück zu erwarten. In jemanden, über den Sünde keine Macht mehr hat. Den Sünde nicht mehr interessiert. Ja, der auf Sünde nicht einmal mehr reagiert!

Wer von Jesus erfüllt ist, braucht die Dinge der Welt nicht mehr.

Dienen

Im vorigen Artikel haben wir gesehen, dass das letzte Abendmahl ein "Pessach Seder-Abend" war. Bei diesem Mahl sagt Yeshua zu Petrus: "Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir [oder: keinen Teil an mir]." (Joh 13:8) Damit unsere Beziehung zu Jesus innig ist und bleibt, müssen wir zulassen, dass er uns die Füße wäscht. Wir müssen demütig sein. Ein Symbol des Dienens, spricht er auch hier von der Reinigung durch sein Wort. "Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch geredet habe." (Joh 15:3) Lass sein Wort dich durchdringen. Sieh es als etwas Gutes an, wenn er dich von einer Sünde überführt. Er korrigiert und reinigt dich, um dich als Braut vorzubereiten. Er macht dich schöner. Wenn nichts zwischen dir und Jesus steht, kannst du noch näher bei ihm sein!

3. In der Gemeinschaft miteinander müssen wir darauf achten, dass kein Sauerteig unter uns aufkommt oder toleriert wird. Wir brauchen eine gesunde Mischung aus Liebe und Wahrheit. Galater 6:1-2 spricht zu uns: "Brüder, wenn auch einer auf einem Fehltritt betroffen wird, so bringt ihr ihn als Geistmenschen im Geist der Sanftmut wieder auf den rechten Weg: gib dabei auf dich selbst acht, daß nicht auch du in Versuchung kommst. Einer trage des anderen Last und erfüllt so das Gesetz Christi." Gleichzeitig dürfen wir aber keine Kompromisse eingehen. Die Wahrheit des Wortes Gottes darf nicht verloren gehen. Paulus trat Petrus Auge in Auge entgegen, als er sah, dass er nicht recht gemäß des Evangeliums wandelte (Gal 2:14). Lernen wir also, "die Wahrheit in Liebe zu sagen"! (Eph4:15) Sehen wir, wie auch Petrus hier über beides, Wahrheit und Liebe, spricht:

"Nachdem ihr eure Seelen durch Gehorsam gegen die Wahrheit zu ungeheuchelter Bruderliebe gereinigt habt, so liebet einander nachhaltig und von Herzen" (1. Pet 1:22)

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