Die 7 Feste des Herrn (5)

Kategorie(n): Israel   Bibel  

Als Abschluß der Reihe über die Feste des HERRN möchte ich auf ein in vielen christlichen Kreisen sehr aktuelles Thema eingehen und nicht nur zeigen, dass die Bibel den genauen Tag der Geburt unseres Herrn Jesus beschreibt, sondern auch das letzte Fest, das wir betrachten, Sukkot oder das Laubhüttenfest, mit dem Weihnachtsfest vergleichen.

Auch wenn die Bibel die Betonung nicht so stark auf die Geburt von Jesus, sondern auf sein stellvertretendes Opfer am Kreuz, seinen Tod und seine Auferstehung legt, ist es deswegen nicht unwichtig, wann Jesus geboren wurde. Es hat für uns persönlich große Bedeutung, wenn Gott, wie bei vielen anderen Ereginissen auch, bei der Geburt seines Sohnes seine prophetischen Voraussagen auf den Tag genau erfüllt!

Warum hat Jesus nie Weihnachten gefeiert? Warum hat er seinen Geburtstag mit seinen Jüngern nicht gefeiert? Warum hat sich die "Christenheit" gerade durch das Weihnachstsfest so stark von den jüdischen Wurzeln ihres eigenen Glaubens entfernt? Ist euch schon einmal aufgefallen, dass gerade das Weihnachtsfest einen rein heidnischen Hintergrund hat?

Die Priester im Tempel

Wir können aus der Bibel herausfinden, wann Jesus wirklich geboren wurde. König David hat die Söhne Aarons, die Priester, die im Tempel dienten, in 24 Gruppen eingeteilt (1. Chr 28:11-13; 1. Chr 24:1-4). Dann wurde durch das Los bestimmt, welche Gruppe in welcher Woche Dienst hatte (1.Chr 24:7-19). Ihr Dienst ging immer von Shabbat zu Shabbat ( 2. Chr 23:8; 1 Chr 9:25 ).

Johannes der Täufer

(a) Sein Vater Sacharjah war ein Levit, der in der 8. Woche (weil in der Gruppe von "Aviah") im Tempel gedient hatte (Luk 1:5; 1. Chr 24:10).

(b) Der biblische Kalender beginnt am 1. Nissan (März/April). Bei den Festen "Pessach" und "Shavuot" mussten alle Priester in Jerusalem anwesend sein, wodurch sich die 8. Woche in die 10. Woche verschiebt.

(c) Johannes der Täufer wurde kurz danach empfangen (Luk 1:23-24).

(d) 40 Wochen später wurde Johannes der Täufer genau zu Pessach geboren. Es ist auffallend, dass Yeshua Johannes "Elijah" nannte (Matt 17:10-13; Luk 1:17). Juden halten heute noch zu Pessach einen Sessel für Elijah frei und waren darauf, dass er kommt. Jesus sagte, dass er bereits kam und dass sie ihn nicht erkannt haben.

Johannes der Täufer wurde zu Pessach geboren (am 15. Nissan).

Yeshua

(a) Jesus wurde 6 Monate nach Johannes dem Täufer empfangen (Luk 1:24-27). (Der "sechste Monat" bezieht sich auf die Schwangerschaft, nicht auf den Kalender! Luk 1:36).

(b) Yeshua wurde zu Chanukkah, dem Fest der Weihe oder Hingabe, dem Lichterfest, empfangen. Eine schöne Parallele dazu: Jesus ist das Licht der Welt: Joh 8:12; Joh 9:5; Joh 12:46.

(c) 6 Monate nach Pessach (Geburtstag von Johannes dem Täufer) ist Sukkot oder das Laubhüttenfest. Dieses Fest dauert 8 Tage. Wenn Yeshua am 1. Tag dieses Festes geboren wurde, heißt das, dass er am letzten Tag, dem 8. Tag, beschnitten wurde (Luk 2:21). Beide Tage waren Feiertage ohne Arbeit. Eine Volkszählung eignete sich auch sehr gut zu dieser Zeit, da das Volk in Jerusalem versammelt war. Weiters "erfüllen" Juden zu Sukkot das Lesen der Torah, da sie am Ende ankommen und wieder am Anfang, bei Genesis, beginnen. So zeigte Yeshua durch seine Beschneidung "gemäß der Torah" (Luke 2:21), dass er gekommen war, um "die Torah und die Propheten zu erfüllen" (Matt 5:17).

Yeshua wurde zu Chanukkah empfangen und zu Sukkot, dem Laubhüttenfest, geboren.

Noch mehr interessante Gedanken:

  • Johannes 1:14 sagt, dass das Wort Fleisch wurde und unter uns "wohnte". Dieses Wort "wohnen" wird sowohl im Hebräischen, als auch in der griechischen Übersetzung von dem Wort für "Laubhütte" abgeleitet. Gott wurde Mensch und kam am Laubhüttenfest, um unter uns zu wohnen. Er lebte in einer "Hütte", in einem zerbrechlichen menschlichen Körper (vergleiche auch 2 Pet. 1:13-14 !).
  • Hirten brachten ihre Schafe nicht im Winter auf die Weiden. (Die Tiere waren im alten Israel von November bis März drinnen.)

Alles, was Gott tut, ist perfekt und stimmt auf den Tag genau. Allein der Mensch bringt Unklarheit und Verwirrung.

  • Sukkot, das Laubhütenfest, ist das Fest der Freude (Lev 23:40)! Ganz entsprechend sprachen die Engel, die den Hirten erschienen, zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll." (Luk 2:10) Sukkot war auch als "Fest für alle Nationen" bekannt. Der Gruß des Engels passt ganz genau dazu.
  • Das Laubhüttenfest wird auch noch gefeiert werden, nachdem Yeshua auf die Erde wiedergekommen sein wird (Sach 14:16-19).
  • Genau zu Sukkot hat Yeshua gesagt, dass er das Licht der Welt ist (Joh 8:12).
  • Die römisch-katholische Kirche ersetzte das heidnische "Fest des Saturn" [römischer Götze], indem sie den 25. Dezember zum Geburtstag von Jesus ausrief. Ironischerweise war genau an diesem Tag die Feier des Geburtstages des "Sonnengottes". Der uns bekannte "Sonntag" kommt vom Ausdruck "Sonnen-tag", an dem der "Sonnengott" angebetet wird. Wie sehr haben wir uns vom biblischen Ruhetag, dem Shabbat, entfernt!
  • Genau diese Trennung der damaligen Kirche von den jüdischen Wurzeln brachte Gottes Fluch mit sich (Gen 12:3), den wir heute noch in vielen christlichen Kreisen sehen können.
  • Jesus war ca. 30 Jahre alt, als er seinen Dienst begann, und er diente 3 1/2 Jahre. Wenn wir von Sukkot 3 1/2 Jahre dazugeben, kommen wir genau zu Pessach, dem Tag seiner Kreuzigung!

Es ist richtig, dass die Bibel keine große Betonung auf den exakten Tag der Geburt von Jesus legt (so, wie sie es bei anderen Tagen sehr wohl macht). Aber wir tun gut daran (und darauf legt die Bibel sehr großen Wert!), dass wir an keinen heidnischen Praktiken Anteil haben. Und auch, dass wir nicht versuchen etwas, was im Ursprung nicht vom Herrn ist, zu "christianisieren" oder meinen, wir könnten es "für den HERRN heilig" machen. Wenn der Herr etwas heilig nennt, dann ist es heilig. Wenn der Herr das nicht tut, dann ist es auch nicht heilig. Da können wir noch so viel hineininterpretieren, es wird sich vom Wesen her nicht ändern.

Kann es Gott wohlgefällig sein, wenn wir seine Feste ignorieren, aber unser eigenes, vom Ursprung her heidnisches Fest feiern?

Purim und Channukah

Ja, aber, mag jemand einwenden, was ist denn dann mit den Festen Purim und Channukah? Sie sind ja auch nicht in der Liste der "Feste des HERRN". Ich sehe einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Festen und Weihnachten darin, dass Purim und Channukah keinen heidnischen Hintergund haben, Weihnachten schon. Bei Purim und Chanukkah wird der Sieg des Herrn über die Feinde Israels bzw. über das hellenistische Denken und Götzentum gefeiert. Also genau das Überwinden vom Heidnischem! Weihnachten hingegen ist ein rein heidnisches Fest, dem einfach ein christlicher Mantel übergestülpt wurde.

Viel wichtiger, als dass wir einmal im Jahr an die Geburt von Jesus denken, ist, dass wir keinen heidnischen Einfluss in unserem Leben erlauben. Wir sind geistliche Menschen und dürfen keine Kompromisse eingehen. "Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Eifersüchtig verlangt er nach dem Geist, den er in uns Wohnung nehmen ließ?" (Jak 4:5)

Der direkte Vergleich

Zum Schluß noch ein direkter Vergleich zwischen Sukkot, Gottes Fest zum wirklichen Geburtstag von Jesus, und Weihnachten. "Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen." (Matt 7:20)

Sukkot = Laubhüttenfest   Weihnachten
Jesus hat es gefeiert   Jesus hat es nicht gefeiert
Eines der "Feste des HERRN"   Keines der "Feste des HERRN"
Ein Fest des HERRN mit biblischer Grundlage   Ein Fest mit heidnischer Grundlage
Ein Fest des HERRN mit jüdischer Identität   Ein Fest, das begonnen wurde, um sich bewusst von Israel als Volk Gottes abzugrenzen
bringt gute Frucht   bringt schlechte Frucht
Die Apostel und die ersten Jünger haben es gefeiert   Die Apostel und die ersten Jünger haben es nicht gefeiert
Juden und Gläubige aus anderen Nationen feiern gemeinsam   Heiden feiern es nicht mit Juden zusammen

 

Die Welt will mit den Festen des HERRN nichts zu tun haben. Aber fast alle Ungläubigen feiern Weihnachten. Das sollte uns zumindest zu denken geben.

Kopp Ingrid (20. 1. 2014, 20:33)

Sg. Hr. Leinfellner,

ich danke ihnen ganz herzlich für die informative Erklärung der Geburt von Jesus und des Weihnachtsfestes. Ich möchte dem Herrn alle Ehre geben, daß ER uns nun Erkenntnis darüber schenkt, und daß ER Menschen wie Sie gebraucht, um die Zusammenhänge aufzuzeigen - gegründet auf dem Wort Gottes, der Bibel. Welche Gnade ist es, daß wir uns nun danach ausrichten können. Jesus war Jude und ER hat alle jüdischen Feste gefeiert, und ER hat alle Prophetien erfüllt, daran kommt man nicht vorbei. Gott segne Sie und Ihren guten Dienst, mfG. I. Kopp


Jozef Kiss (26. 1. 2014, 11:42)

Habe gerade gelesen, dass die damaligen "Christen" bewusst den 25. Dezember wählten.

Die Heiden pflegen nämlich am 25. Dezember das Fest des Geburtstages der Sonne zu feiern und zu ihren Ehren Lichter zu entzünden. Zu diesen Riten luden sie oft auch Christen ein. Da nun die Lehrer der Kirche sahen, dass sich viele Christen zur Teilnahme an diesen Festen verleiten ließen, beschlossen sie, fortan am selben Tag das Fest der wahren Geburt [Christi] zu begehen."


Martin (29. 1. 2014, 10:5)

Überraschend finde ich die Idee, dass die römisch-katholische (!!!) Kirche das Weihnachtsfest eingeführt haben soll, denn diese gibt es erst seit 1054.

Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die unermüdlichen Bestrebungen der Nationalsozialisten bis heute Frucht tragen, das Weihnachtsfest als ein von der Kirche beschlagnahmtes ursprünglich heidnisches Fest zu deklarieren. Den Nazis war klar, dass sie dieses tief in unseren Köpfen verwurzelte Fest den Christen nicht wegnehmen können, aber sie bemühten sich offensichtlich erfolgreich, es für ihre okkulte Welt zu okkupier ... Alles anzeigen >>


Martin (29. 1. 2014, 10:6)

Für das Jahr 5.v.Chr. als Geburtsjahr Jesu sprechen Indizien bzgl.

  • des Todesjahres des Herodes des Großen (um den 1.4. 4 v.Chr),
  • der Volkszählung (statistische Ersterfassung für eine Steuerbemessung 6 – 4 v.Chr., die aufgrund des jüdischen Widerstandes erst 6.n.Chr. zum Abschluss gebracht werden konnte) und
  • des „Sternes“ (rabbinische Erwartung, dass der Messias 2-3 Jahre nach dem Erscheinen eines „Sternes“ – hier könnte die seltene Konjugation des „Königssterns“ Jupiter mit Saturn gemeint sei ... Alles anzeigen >>


Franziska (30. 1. 2014, 14:22)

Weihnachten ist kein vom HERRN verordnetes Fest und in der ganzen Bibel nicht zu finden.

Es ist ein heidnisches Fest, das uns Konstantin "eingebrockt" hat. 


Martin (30. 1. 2014, 15:45)

"Es ist ein heidnisches Fest, das uns Konstantin "eingebrockt" hat." ???

Seltsam aber dann, dass Gott selber einer unzählbaren Schar von Engeln angeordnet hat, dieses "heidnische Fest" gemeinsam mit den Menschen zu feiern mit Lobpreis und Jubel und allem drum und dran ... und mit Erklärungen, was hier tatsächlich passiert ist: Gott ist Mensch geworden den Menschen zum Heil!!!

Nie zuvor in der Weltgeschichte hat es so ein von Gott selbst angeordnetes Fest anlässlich der Geburt eines Menschen gegeben. Und auch nicht mehr danach.


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