"Wäre nicht dein Gesetz meine Wonne gewesen, dann würde ich in meinem Elend umgekommen sein." (Ps 119:92)




Segen oder "Glück"?

Kategorie(n): Bibel  

Als Menschen, die Jesus lieben und so sein wollen wie er, sind unsere Worte sehr wichtig. Alles, was wir sagen, soll den Herrn verherrlichen und andere aufbauen und ermutigen ( Eph 4:29 ). Unsere Worte reflektieren, was wir über unseren Schöpfer glauben.

Wir stehen heute vor Herausforderungen: viele Worte, die heute allgemein als "normal", "üblich" oder sogar "gut" angesehen werden, haben im Leben eines wiedergeborenen, gläubigen Menschen keinen Platz. Gott ruft uns zu einem heiligen Lebensstil auf und das beinhaltet sehr stark auch unsere Sprache. "Wenn jemand fromm zu sein meint, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos." (Jak 3:8) Wir brauchen also Erkenntnis darüber, was gute und was schlechte Worte sind; was die eigentliche Bedeutung mancher Worte ist; und auch die Entschlossenheit in unserem Herzen, keine schlechten Worte zu verwenden.

Was sagt die Bibel?

Jesaja 46:9-11 sagt: "Gedenket der Anfänge von Ewigkeit her, daß Ich Gott bin und keiner sonst, ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Ich verkündige den Ausgang von Anfang an und von alters her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluß soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, will ich tun. Ich berufe einen Adler vom Aufgang her und den Mann meines Ratschlusses aus fernen Ländern. Ja, ich habe es gesagt, ich führe es auch herbei; ich habe es entworfen, und ich tue es auch."

Wir haben ein Wort, das sehr stark in unsere Sprache eingebaut, ein "Teil davon" ist, dass wir es vielleicht gar nicht gleich als schlechtes Wort erkennen. Es ist das Wort "Glück". Ein Blick in die Etymologie sagt uns, dass es aus dem späten 15. Jahrhundert kommt. Mittel-Holländisch "luc", Kurzform von "gheluc" mit der Bedeutung "Zufall", von unbekannter Herkunft. Holländisch "Geluk", Mittelhochdeutsch "G(e)lücke", Deutsch "Glück", Engisch "fortune, good luck.""Glück" ist mit "Schicksal" und "Geschick" verbunden.

Ich sehe 2 unterschiedliche Bedeutungen, wie manche Menschen das Wort "Glück" verwenden: einerseits, um etwas Gutes, das im Leben "geschieht", auszudrücken und andererseits, um das Wort "Zufall" zu beschreiben.

"Glück" und "Pech" statt Segen und Fluch

Gläubige(!) und Ungläubige verwenden das selbe Wort, wenn sie etwas Gutes erleben. "Ich habe Glück gehabt, dass die Ampel rechtzeitig grün geworden ist." oder "Hab ich Glück, dass Du gekommen bist und mir geholfen hast." oder "Er hat Pech gehabt, weil er beim Rennen ausgeschieden ist, obwohl er in Führung lag."

Das Wort "Glück", von der Welt verwendet, kennen wir von Glücksspielen - die Abhängigkeiten erzeugen. Falsche Werte wie Geiz und Neid werden hochgehalten und staatlich gefördert. Doch von Gott ist das nicht, denn er macht Dich nicht negativ abhängig. Die Bibel sagt als Gegensatz dazu, dass nicht Geld, sondern Gerechtigkeit (=ohne Sünde zu sein) von Tod befreit! ( Spr 10:2 ) Sie rät uns, in unserer kurzen Zeit hier in diesem Leben auf der Erde unser Vertrauen auf Gott, nicht auf Geld zu setzen.

Auch die gottlose Ideologie der Evolution geht bei der Entstehung des Universums und des Lebens darauf von "Glück" oder "Zufall" aus!

Gottes Ehre

Gläubige Menschen verwenden das Wort "Glück" manchmal, wenn sie in Wirklichkeit "Segen" meinen. Doch "Glück" trägt eine große Last mit sich: die Verbindung zu Aberglaube und Magie. Deshalb geben wir dem Herrn keine Ehre, wenn wir dieses Wort verwenden, weil wir damit unser Wohlergehen oder etwas Gutes in unserem Leben nicht Gott zuschreiben, sondern einer finsteren Macht.

Wir sagen oft nicht das, was wir eigentlich meinen. Warum eigentlich nicht?

"Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, ißt ihre Frucht." (Spr 18:21)

Zufall

Die einzige Stelle im Neuen Testament mit "Zufall" steht in Lukas 10:31: "Es traf sich aber ["Zufällig"], daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er auf der andern Seite vorüber." Das Wort "Zufall" wird aus dem Griechischen "synkyrian" ("sugkurian") übersetzt: "syn" = zusammen mit, "kyrios" = höchste Authorität. Also ist eine biblische Definition des Wortes Zufall: "Das, was zusammen mit Gottes höchster Autorität und vorsorgendem Arrangieren der Umstände geschieht."

Für Gott gibt es nichts Unwichtiges! Gott ist der Allmächtige ( Gen 17:1; Ex 6:3; Hiob 13:3 ), was absolute Herrschaft und grenzenlose Macht bedeutet. Er kennt die Zahl der Haare auf unserem Haupt ( Luk 12:7 ), weiß, wann ein Sperling zu Boden fällt ( Matt 10:29 ) und steht über allen Plänen von Menschen ( Spr 19:21 ). Dinge, die zuerst unbedeutend erscheinen mögen, können tatsächlich aber das Ergebnis von Gottes Allmacht und Liebe in unserem Leben sein.

Die wirkliche Frage ist: geschehen Dinge "zufällig" oder hat Gott wirklich alles in Seinen Händen?

Unser Glaube

Alles, was im Leben geschieht, ist in Gottes Händen. Ganz egal, wie klein es ist ( Matt 10:29-31 ) oder wie groß ( Dan 4:35 Spr 21:1 ), Gott steht über allem ( Eph 1:11; Ps 115:3; Jes 46:9-10 ), und deshalb ist nichts das Produkt von Zufall, Glück oder Pech. Glauben wir, dass der Schöpfer des Himmels und der Erde ALLES, auch in unserem pesönlichen Leben, unter Seiner Kontrolle hat!

"Mit dem Bausch wirft man das Los; doch von Jahwe kommt all sein Entscheid." (Sprüche 16:33)

Es gibt sehr gute Beispiele aus der Bibel, wo scheinbar der Zufall am Werk ist, in Wirklichkeit aber Gott das Geschehen führt:

  • In 2. Chr 18 ist Gottes Hand von Anfang an im Spiel, als der gottlose König Ahab stirbt!
  • In Ruth 2:3 heißt es: "Es traf sich aber, daß jenes Stück Feld dem Boas gehörte, der vom Geschlechte Elimelechs war." Naomi erkannte, dass die Hand Jahwes im Spiel war und sagte zu Ruth: "Gesegnet sei er vom HERRN, daß er seine Gnade den Toten nicht entzogen hat!" Gott hatte alle Umstände geführt.
  • Und das Buch Esther ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Gott scheinbar abwesend ist, aber im Hintergrund doch mächtig wirkt. Im ganzen Buch kommt der Name Gottes nicht vor, doch die Geschichte von Mordechai und Esther zeigt sehr deutlich, wie souverän Gott ist und wie er wirkt!

Unser Glaubensbekenntnis

Was glauben wir eigentlich? Glauben wir, dass Gott alles in Seinen Händen hält? Dann laßt uns auch die richtigen Worte verwenden, um das auszudrücken! Jesus sagt uns: "Vielmehr soll Eure Rede (so) sein: Ja (sei) Ja, Nein (sei) Nein. Was darüber hinausgeht, ist vom Bösen" (Matt 5:37). Und schließlich werden wir über jedes unnütze Wort, das wir sprechen, am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen. (Matt 12:36) "Denn nach deinen Worten wirst du gerechtgesprochen, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden." (Matt 12:37)

Unsere Worte sind ein Ausdruck unseres Glauben. Sie sind unser Glaubensbekenntnis!

Die Bibel kennt keinen Ausdruck für etwas, was Gott nicht sieht oder nicht hört oder nicht vollkommen unter Seiner Kontrolle hat. Und deswegen sollten wir Ihm die Ehre daür geben!

"Laß dir die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser, wohlgefallen!" (Psalm 19:4)

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